Familie, Fotolauf, Laufen

34 – 16 – 1 – 60 – 100 – Hospizlauf

Meine Energie reicht am Abend nur noch dazu, eine Pizza zu essen. Und dann ruft ganz früh das Bett. Aber bei einer knapper Stunde Schlaf innerhalb von 34 Stunden ist das ja auch kein Wunder. Schon gar nicht, wenn in dieser Zeit auch noch reichlichst Bewegung hinzukommt wie beim Hospizlauf 2013

80 Läufer waren am Freitag um 12 Uhr in Koblenz gestartet. Mit meinem Sohn Jan und dessen Freund Niklas sowie Ultraman und Exilbayer Martin im  Auto erreichen wir den Tross um 19.40 Uhr in Poltersdorf. Viele bekannte Gesichter. Großes Hallo. Martin ist sofort im Gespräch mit Mel und Frank.

008-DSC02105Ultraläufer sind schon eine eigene Kategorie unter all den Halbverrückten, die sich auf dem Parkplatz tummeln. Bevor allerdings Gepäckfragen und andere Dinge geklärt werden können, sind die Läufer schon wieder auf dem Weg. Zumindest Sohnemann und Freund schaffen mit ihren Rädern den Anschluss. Ihre Bikes werden sie erst 100 Kilometer und elf Stunden später wieder dem Radständer anvertrauen.

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Meine erste Etappe beginnt also um 20.30 Uhr in Bremm, unterhalb des Bremmer Calmont, dem steilsten Weinberg Deutschlands. Die örtliche Blaskapelle hat gerade am Haus am Rande des Haltpunkts geprobt und entschließt sich spontan, den Läufern den Marsch zu blasen.

020-DSC02124Die neuen Schuhe kommen noch nicht zum Einsatz. Erst einmal die vertrauten Lightweight-Trainer. Dennoch begehrt mein Fuß am Ende der zwölf Kilometer in sehr moderatem Tempo etwas auf, was mir einige Sorgen macht. Denn ab sofort gibt es bis zum Samstagmittag keine wirkliche Ausstiegsmöglichkeit.  Und auf 14 Stunden mit Autofahren und Warten habe ich so gar keine Lust.

023-DSC02132Also schnappe ich mir in Zell erst einmal ein Fahrrad und begleite die Läufer auf den nächsten 12 Kilometern per Velo. Während die Temperaturen für Läufer am späten Abend ideal sind, kommt man als Radler im Tempo 9 km/h nicht auf Temperatur. Ein Trainingshose wäre jetzt gut. Und die Waden signalisieren Krampfbereitschaft …

062-DSC02178Da hilft nichts: Zum Aufwärmen muss die nächste Etappe von Reil bis Traben-Trarbach wieder laufend absolviert werden. In den neuen Mizuno, schön rot. Die ersten Schritte … Was ist das denn? Es läuft sich auf hartem Asphalt plötzlich sehr weich. Und meine Sohle ist kein bisschen zu spüren. Ich kann es kaum glauben, aber dieses unbeschwerte Laufen wird sich auf den nun folgenden 50 Kilometern, die ich bis zur Ankunft beim Hospizhaus in weiteren drei Etappen addiere, nicht ändern.

024-DSC02133Schön, so ein Nachtlauf. Alles ruhig, entschleunigt. So richtig weiß man nicht, wo man sich gerade befindet. Aber Begleitfahrzeug und Radfahrer sichern den Weg, der zum Teil an der Straße entlangführt.

045-DSC02159Ankunft im schönen Traben-Trarbach um 1:05 Uhr. Wieder haben die fleißigen Helfer von den Stadtwerken Getränke und Buffet aufgebaut. Vor allem der Müslikuchen aus Kell schmeckt unglaublich gut. Nussig-zimtig, lecker. Von der flüssigen Götterspeise in Rot oder Grün lasse ich dagegen die Finger. Wasser genügt.

Da das Laufengelchen auf der Schulter dominiert, weil sich Teufelchen schon schlafen gelegt hat, nehme ich im Luxus-VW-Bus Platz, den mein Freund Helli und seine Kollegen von den Stadtwerken für das Laufabenteuer organisiert haben.

033-DSC02144Anders als vor drei Jahren, als ich selbst viel am Steuer saß, werde ich mich bei diesem Hospizlauf auf meine Rolle als Beifahrer begnügen dürfen. Martin O., der mit Heike, Kerstin und Martina bereits um 10 Uhr gestartet war, um den Start in Koblenz zu erleben, hat aber sichtlich Spaß daran, das Schiff auf Rädern zu steuern. Und da er schon mehr Kilometer als ich in den Beinen hat, ergibt es sich fast von selbst, dass ich mehr Laufe als fahre. So fühlt es sich wenigstens an 😉

029-DSC02140Kinheim-Kindel – Bernkastel-Kues. Dort eine knappe Stunde Dösen, bevor Jan und Niklas um 3:45 Uhr auf ihren Rädern die Ankunft der kleinen Läuferschar ankündigen. Derweil hat die fleißige Begleitcrew um die beiden Ralfs (H. und M.) es doch noch geschafft, die tiefgekühlte Suppe auf Temperatur zu bringen. Eine Wohltat zu dieser Stunde, denn es doch frischer als die 15 Grad, die von der Wetter-App angezeigt werden. Es fühlt sich jedenfalls kühler an. Liegt wohl an der hohen Luftfeuchtigkeit direkt an der Mosel.

037-DSC02149Von Martin J., der eigentlich hier auch wieder einsteigen wollte, ist nichts zu sehen. Das Wohnmobil mit den Ultraläufern fehlt in Bernkastel-Kues, als ein Tross von etwa 20 Frauen und Männern aufbricht, um auf dem Weg nach Wintrich in die Morgendämmerung zu laufen.

Diese Etappe ist für mich die schönste. Alles atmet Ruhe. Der monotone und fast synchrone Takt von Laufschuhen auf Asphalt. Gesprochen wird wenig. Als es über den Hügeln zu dämmern beginnt, setzten immer mehr Vögel mit ihrem Gezwitscher ein. Dann vertreiben auch Zikaden die Stille. Die Stirnlampen werden ausgeschaltet und nicht mehr benötigt, bis um 5:15 Uhr der Wohnmobilstellplatz bei Wintrich erreicht ist.

038-DSC02151Herrlich, wieder eine Stärkung. Und die Vorfreude auf den nächsten Stopp in Piesport, wo traditionell Kaffee und der beste Streuselkuchen der Welt warten. So wie zwei Väter, deren Söhne nicht auftauchen und erst ein Anruf Klarheit bringt, dass sie vorausgefahren waren und die falsche Abzweigung genommen haben. „Wir sind in so einem Ort an der Mosel und wissen nicht weiter“, nörgelt ein inzwischen reichlich müder Jan mir ins Ohr.

040-DSC02153So bleibt ihnen der leckere Kuchen verwehrt, während sie warten, bis die Läufer wieder in Sichtweite kommen bzw. ein Begleitfahrzeug ihnen signalisiert, dass sie bei Neumagen (6:50 Uhr) über die Brücke auf die andere Seite des Flusses wechseln müssen. Mel, Frank und Martin sind ab sofort auch wieder dabei.

044-DSC02158Nach Wintrich sind die Etappen alle nur noch 6 bis 8 Kilometer lang. Gerade richtig für immer mehr Läufer, die nun wieder hinzustoßen und ihre blauen Bändchen entgegen nehmen.

In Leiwen (7:33 Uhr) ist bereits bekanntes Gebiet erreicht. Wieder großes Hallo mit Albert Rosch und seinen Läufern von der LGM. Die roten Läufer aus Schweich, die grünen aus dem Meulenwald und die gelben aus Langsur gehören schon seit Beginn beständig zum Läufertrupp auf der Strecke, ebenso die Shirts der Hochwaldläufer aus Schillingen.

009-DSC02106Birthe, Marion, Wolfram, Norbert und all die anderen. Sie profitieren davon, dass die Sonne sich noch hinter eine dicken Schicht Morgennebels verbirgt. Heiß wird es früh genug.

065-DSC02181Das Schwarz-Gold meines Lauftreffs Olewig wird erst ab Detzem dabei sein. Und deshalb wechsle ich dort um halb neun zum dritten Mal auch mein Shirt. Gemeinsam mit Christoph, Achim und Marcel will ich den letzten Teil der Strecke angehen. Die Beine sind noch einigermaßen frisch. Und der Fuß macht immer noch keine Probleme.060-DSC02175071-DSC02190Als die nun schon zu einer beachtlichen Größe angewachsene Läuferschar um 8:40 Uhr in Richtung Mehring aufbricht, ist von meinen Kumpels aus Olewig noch nichts zu sehen. Egal. Foto gezückt und mal das Feld von vorn abgelichtet. Es ist schließlich wieder hell genug, um Bilder von bewegten Menschen zu machen, ohne Bewegungsunschärfe.073-DSC02194Jan und Niklas haben nach 100 tapfer absolvierten Kilometern den Kampf gegen den Inneren Schweinehund verloren. Sobald sie im Bus sitzen, bringt sie niemand mehr auf die Räder. Egal. Gut gemacht!!!

046-DSC02160Meine Kumpels kommen in erhöhtem Tempo von hinten herangerauscht, als ich gerade wieder mit einigen Bekannten ein Schwätzchen halte. Der Quassellauf erfüllt nun voll und ganz seinen Namen.

090-DSC02223Die Moselbrücke bei Mehring (9:20 Uhr) ist schnell erreicht. Nun hat die Sonne alle Dunstschleier besiegt. Es wird wärmer. Und wärmer. Und wärmer. Bei Longuich ermöglicht eine improvisierte Dusche Abkühlung. Martin O. und unseren Bus habe ich seit Detzem nicht mehr gesehen. Immer mehr Benefizläufer schließen sich an. Auch Wolfgang und Jürgen, liebe Freunde vom Lauftreff Schweich, sind jetzt dabei.

Holger, mein rasender Laufportalreporter, ist nun auch wieder zur Stelle. Er hat längst den ersten Bericht und die erste Fotostrecke ins Laufportal hochgeladen. Schon am späten Abend.

087-DSC02220In Schweich warten noch einmal mindestens 100 Läufer, darunter auch Anne, Harald, einige TV-bewegt-Finisher und weitere bekannte Gesichter. Hallo und so … Letzte Stärkung vor den beiden Schlussetappen, die um 10:30 Uhr angegangen werden.

Ich laufe jetzt durch bis zum Hospizhaus, das ist  klar. Denn in Ruwer wird die Situation so unübersichtlich, dass mein Begleitfahrzeug schwer zu finden sein wird. Wie sehr ich mit dieser Einschätzung doch recht behalten werde.099-DSC02242Aber wer kam eigentlich auf die blöde Idee, sein Shirt so nass zu machen? – fragen mich meine Brustwarzen, die das mittlerweile für ziemlich bescheuert finden. Aber egal, wird schon nicht so schlimm werden auf den verbleibenden paar Kilometern.

In Ruwer, dem letzten Halt vor dem triumphalen Zieleinlauf in Trier, ist die Masse der mit der Hitze kämpfenden Laufsportler kaum mehr zu überblicken. Und alle versuchen, die Geduld beim Warten auf einen Becher Wasser nicht zu verlieren. Kompliment an das sensationelle SWT-Team, wie es auch diese Situation gemeistert hat, auch wenn bei den letzten 50 Läufern statt Wasser halbwarmes Weißbier im Becher Schaum warf. Alkoholfrei natürlich.098-DSC02241

Wolfram überlässt mir eine Flasche Wasser aus seinen Privatbeständen. Danke für diese Überlebenshilfe an dieser Stelle! Gemeinsam mit Anne ist das wertvolle Nass schnell einverleibt, bevor die mindestens 350 Köpfe starke Läuferschar die letzten 6,5 Kilometer auf heißem Asphalt in Angriff nimmt.

45 Minuten sind für diese letzte Etappe vorgesehen. Das lange Seil, das in den Vorjahren meist ausreichte, um, getragen von einigen Läufern, die Breite des Läuferkorsos zu beschränken, ist bei der zehnten Auflage des Hospizlaufes mindestens um die Hälfte zu kurz. Aber alle sind sehr diszipliniert. Und auch die Autofahrer im Verteilerkreis Nord, in Paulin-, Christophstraße und Ostallee haben Verständnis.

104-DSC02261Meine Beine sind schwer wie Blei. Noch zwei Kilometer, noch einer. Das Hospizhaus ist nah. Dass sich inzwischen auch drei Bewohner dieser Einrichtung in Rollstühlen dem Tross angeschlossen haben, bekomme ich erst später mit. Dass Dutzende Beschäftigte des Brüderkrankenhauses in blauen Shirts einen Benefizbetriebsauslauf tätigen, lässt sich aber nicht ignorieren.

113-DSC0227711.55 Uhr: Ankunft beim Hospizhaus in Trier. Viel Applaus, Stolz, Freude. Im Garten gibt es allerlei Leckereien. Eine Geburtstagstorte. Livemusik. Noch einige Spendenübergaben.

Wer allerdings schon fünf, zehn, fünfzehn oder 24 Stunden auf den Beinen war, kann das nicht wirklich genießen. Aber zum Glück gibt es jede Menge Gäste, für die das noch ein schöner Nachmittag wird.

Ich bin froh, als ich endlich unter einer richtigen Dusche stehe und danach die Beine hochlegen kann. Allerdings ist der Platz in der Hängematte schon belegt.

120-DSC02290Herzlichen Dank an Ralf Haas und all die Anderen vom Organisationsteam. Es war eine grandiose Sache! Ich werde wieder dabei sein. Dann hoffentlich ab Koblenz.

Die Idee eine Laufbloggerstaffel geht mir übrigens nicht mehr aus dem Kopf …

 

 

 

 

 

 

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Fotolauf, Laufen

Im Frühtau …

Im Frühtau zu Berge wir zieh’n fallera … tirili tirilö …

DSC02061Dieses Volkslied kommt mir heute morgen in den Sinn bei der Runde über den Petrisberg. Seit Wochen erstmals wieder über die Trails … auf denen nun kniehoch das Gras gewachsen ist. Und da die Nachte an der Mosel noch immer recht kühl sind, sammelt sich an dem grünen Massenbewuchs reichlich Morgentau, der innerhalb kurzer Zeit zu nassen Füßen führt.

DSC02064Da ich mit hohem Gras gerechnet habe, zieren weiße Kompressionsstrümpfe meine Waden. Da lassen sich blutgierige Zecken sehr gut erkennen und entfernen. brennende Brennnesseln halten sie aber nur bedingt ab. Und so nutze ich auf einem Teil der Strecke einen Stock als Stumpfmachete, um die Nesseln zumindest einigermaßen von mir fern zu halten.

DSC02063Es ist dennoch ein prächtiger Lauf bei prächtigem Wetter. Die Kamera will angesichts solcher Bilder einfach nicht in der Gesäßtasche bleiben …

DSC02070 DSC02079 DSC02080 DSC02081 DSC02083 DSC02085 DSC02089Die Holzliegen locken. Leider keine Zeit. Ein arbeitsreicher Tag ruft.

 

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Der TV bewegt, Laufen, Wettkampf

Prächtig!

Wie gut es doch tut, wenn am Ende einer großen Laufaktion so viele glückliche Gesichter zu sehen sind. Der Trierer Stadtlauf war der Abschluss der fünften Auflage von „Der TV bewegt!“. Soweit ich das überblicken kann, hat es allen Spaß gemacht. Und lediglich vier der insgesamt 65 angemeldeten Läuferinnen und Läufer sind nicht gestartet.

01-DSC02008Sonntag, 7.30 Uhr. Als ich mit den drei Kisten Anmeldeunterlagen in den Stützpunkt TV-Pressecenter komme, warten bereits zwei Frühaufsteher. Nicole, die mir bei all dem organisatorischen Kram sehr geholfen hat, ist natürlich auch schon da. Danke an dieser stelle nochmal an sie.

03-DSC02011Um 9 Uhr startet der 10-Kilometer-Lauf, eine viertel Stunde später der Halbmarathon. Bis zu den beiden Gruppenfotos vergeht also noch eine Stunde. Immer mehr Frühaufsteher treffen ein, ziehen sich um. Wie immer ist eine erwartungsvolle Spannung förmlich greifbar vor dem Start.

02-DSC02014Michis Gruppe der 10er-Läufer ist wirklich groß. Heute sind alle da. Bei den Halbmarathonis ist man das Bild gewohnt. Sie waren wie in den vergangenen Jahren die verlässlichsten Trainingsteilnehmer, auch wenn einige sogar den nicht ganz kurzen Weg aus der Vulkaneifel nach Trier auf sich nehmen mussten.

04-DSC02015Während Michis Truppe – darunter auch die nach eigener Aussage leicht soziophobe Anne, die heute mit Spaß über ihren Schatten springt – bereits Richtung Start unterwegs ist, macht Jens den „Halben“ vor, wie man sich vernünfitg aufwärmt: Locker laufen, einige Anfersübungen, einige moderate Steigerungsläufe. Dann geht es auch schon in die Moselstraße, wo in diesem Jahr der Start für die längste Distanz beim Trierer Stadtlauf aufgebaut ist.

05-DSC02017Ich biete an, den Pacemaker für eine Zeit knapp unter 1:45 Stunden zu machen. Schließlich will ich meine Fuß testen und nicht am Limit laufen. Sylvio, Stefan und Lisa – eine Gastläuferin aus Ockfen – wollen es versuchen. Los geht es also im gemächlichen Tempo von 4:50 Minuten/Kilometer. Ich lasse mich nicht treiben und bremse die drei anderen, sich nicht zu sehr mitreißen zu lassen. Es geht hinunter bis auf die Nordallee, dann hinauf bis in Höhe Porta und links in die Paulinstraße.

08-DSC02021Eine neue Strecke zum 30. Trierer Stadtlauf. Zunächst in den Norden. Trier-West und Pallien werden dafür in diesem Jahr nicht tangiert. Angenehm ist der neue Asphalt in der Herzogenbuscher Straße zu laufen. Auf anderen Streckenpassagen lästern wir hingegen, dass der Stadtlauf bald als Crosslauf gelten kann, wenn die tiefen Löcher in der Straße nicht ausgebessert werden.

07-DSC02020Sylivio und Stefan ist das Tempo offensichtlich doch etwas zu hoch. Bei Kilometer acht fallen sie zurück. Ich nehme etwas Tempo raus. Sie verlieren dennoch den Anschluss. Auch eine taktisch klug gelegte BDBP (Blasendruckbefreiungspause) bringt sie nicht in Sicht. Lisa, die auch schon mal in früheren Jahren eine 1:35-Zeit gelaufen war, ist in der Zwischenzeit enteilt und fordert mir eine wirklich flotten Kilometer ab, um wieder aufzuschließen. Karina und Kessie frönen derweil in der Parkstraße am Straßenrand mit ihren Familien einem Frühstückshappening mit Sicht auf Läufermeute. Wir sehen uns. Hey ho! Und weiter geht’s.

Was der Strecke sowohl für die 10er- wie für die 21er-Variante geblieben ist: der lange Anstieg in der Ostallee, der mit dem Auto normalerweise gar nicht zu merken ist. Und die Unterführung an den Kaiserthermen mit der giftigen Rampe, die vielen Läufern den Atem nimmt. In der ersten Runde sind Christoph und Michael von meinem Lauftreff zu mir aufgelaufen. Ich habe sie ziehen lassen und bin meinen Pacemakeraufgaben treu geblieben (Bin ich nicht toll?).

09-DSC02023Sehr schön ist der Rückweg parallel zur Saarstraße durch die schmalen und idyllischen Wohnstraßen in Trier-Süd. Viele Zuschauer sind zwar nicht da. Aber es geht auch ohne ganz gut. Und auch der Abschnitt am Moselufer, für den ein Fahrstreifen gesperrt ist, hat etwas. Auch dass vor der Hauptwache der Berufsfeuerwehr die Getränke in Einsatzmontur angeboten werden.

10-DSC02027Lisa, die mich weiter begleitet, hat viel zu erzählen. Nett. Und flott ist sie auch. Allerdings nimmt die Zahl der Worte auf den letzten vier Kilometern deutlich ab. Nun kann ich meine Eigenschaften als Laufmotivator erproben … Nochmal die Südallee hinauf. Dort schließen wir zu Inge auf, die in ihrer Alterklasse Platz vier erreichen wird. Meine Motivationsversuche, es auf dem letzten Kilometer nochmal richtig krachen zu lassen, will sie aber nicht folgen. Lisl dagegen beißt. Schließlich geht es nun „nur noch“ die lange Gerade hinunter bis zu Porta. Und da sind noch einige Läufer vor uns, die überholt werden wollen.

19-DSC02054Tolle Stimmung in der Simeonstraße (Das Foto zeigt natürlich den Jugendlauf 😉 ). Jetzt noch mal Gas geben. In vollen Zügen den Zieleinlauf genießen. 1:42:12 – bei weitem keine Bestzeit, aber ein Lauf mit viel Spaß.

Und noch mehr Freude macht das Abklatschen mit all den TV-bewegt-Läufern, die bereits da sind oder in den folgenden Minuten ins Ziel kommen. Stefan, Sylvio, Marek, Yvonne, Birgit, die endlich die 2-Stunden unterbietet. Großes Hallo auch mit den anderen Bekannten und Freunden. Christof, Dominik, Jens, Marcel und, und, und …. Der Stadtlauf ist auch irgendwie ein Fest der regionalen Lauffamilie. Und über allem scheint die Sonne. Ein Prachtwetter für einen Prachtlauf.

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Den offiziellen Bericht vom 30. Trierer Stadtlauf, noch mehr Bilder und alle Ergebnisse gibt es natürlich auf dem TV-Laufportal

 

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Der TV bewegt, Laufen

Das letzte Training

DSC01985So geht die fünfte Auflage von „Der TV bewegt!“ dem Ende entgegen. Am Donnerstagabend das letzte gemeinsame Training.

DSC01987Und da Volker in diesem Jahr leider nicht greifbar ist, muss unser Fotograf ran, um all die Laufbegeisterten ins richtige Foto zu setzen.

DSC01986Ein Spielgerät für die erhöhte Position. Nach etwas Mühe, die Läuferschar zu etwas Posing zu überreden, kommt doch noch ein ganz hübsches Bild zustande.

TV Bewegt 2013. TV-Foto: Friedemann VetterDanach noch einmal Aufteilung in der Gruppen. Für die kommenden Halbmarathonis eine lockere Laufeinheit durch den Weißhauswald.

DSC01992Da Jens sich an die beiden etwas Langsameren orientiert, rennt die Spitze einfach mal so hoch bis Schusters Kreuz und wartet dort, um vom Trainer zu erfahren, dass er eigentlich gar nicht so viele Höhenmeter machen und eigentlich den Felsenpfad im Sinn hatte. Aber da das nun zu lange würde, läuft die plaudernde Meute eben wieder zurück zum Waldstadion.

DSC01997Dort noch einige Erläuterungen.

DSC01998Vier Steigerungsläufe im ehrwürdigen Oval.

DSC02002Dann sind Dehnübungen angesagt. So wie auch bei der großen Gruppe von Michi, der die Zehn-Kilometer-Läufer coacht.

DSC02005Nun wartet der Trierer Stadtlauf am Sonntag. Das Wetter soll gut werden. Nicht zu heiß. Gegen 9 Uhr, wenn der Halbmarathon startet um die 15 Grad, überwiegend bedeckter Himmel. So die aktuelle Wetterprognose. Das würde passen.

Ich werde locker laufen, nur nicht den Fuß überlasten. Und danach steht die Entscheidung an, wie viel ich mir am folgenden Wochenende bem Hospizlauf zumuten will. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

 Allen Startern beim Stadtlauf wünsche ich viel Spaß und Freude!

 

 

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Laufen

Ich kann fliegen!

Wie herrlich es ist, den Füßen freien Lauf lassen zu können. Auf abschüssigem Terrain ist das fast wie Fliegen! So wie heute, auf den letzten beiden von insgesamt zwölf Kilometern in vertrautem und geliebtem Terrain!

Aber von vorn: Samstag, 6.45 Uhr. Jetzt wäre die richtige Zeit, um aufzustehen und sich für den Samstagslauftreff fertig zu machen … „Du könntest ja nach einer Stunde aufhören“, flüstert Laufteufelchen vom Kopkissen. „Tu’s nicht“, ruft Laufengelchen in das andere Ohr. „Du schaffst das ja eh nicht. Und seit dem letzten Lauf am Donnerstagabend sind noch keine 48 Stunden vergangen. Sei vorsichtig!“ Engelchen gewinnt, und so drehe ich mich nochmal um und zwinge mich, bis 8 Uhr keinen Fuß aus dem Bett zu wagen. 1-DSC01946An der Garage muss ja eh noch die Außenbeleuchtung installiert werden. Das Tagesprojekt.

01-DSC01948Sonntag, 8 Uhr. „Los, raus mit Dir!“, lärmt Laufteufelchen. Und da Engelchen lächelt und nicht widerspricht, soll es also sein. Die Runde durch Tiergarten und über Kernscheid zurück habe ich mir zu diesem Testlauf ausgesucht. Einige Höhenmeter, aber nicht so viel wie auf einer derr Petrisbergrunden. Der Blick auf die Sohlen meiner geliebten Gel-Trainer DS 17 bezeugt, was im Sporthomedicum analysiert wurde: Diese Asics sind definitiv durch.

16-DSC01905Und da ich das Nachfolgemodell für meine derzeitigen Probleme mit verantwortlich mache, kommen die neuen Saucony Mirage II zum Einsatz. Ein relativ leichter Straßenschuh mit leichter Stütze, die ich ja nach intensiver Laufanalyse definitiv auf Anraten meines Sportmediziners brauche.

14-DSC01908Nach so viel Laufpause so wenigen Läufen in den vergangenen Wochen kommen mir meine Beine erst einmal ziemlich eingerostet vor. Also zunächst ruhig warmlaufen, einige Zwischenpassagen mit Anfersübungen. So langsam läuft es sich besser. Aber ist da nicht dieser Druck links an der Sohle? Nein. Oder doch? Wer kennt es nicht, dieses in sich hineinhören, das nach eine Verletzung richtig nerven kann.

13-DSC01910Die wunderbare Landschaft lenkt ab. Alles ist gewachsen und üppig grün. Auch die Weinberge tragen inzwischen ihr grünes Kleid.

12-DSC01911Das große Biest hinunter. Die Saucony geben überraschend auch im sehr steilen Gelände Halt, obwohl die Sohle das gar nicht vermuten lässt. Prima!

11-DSC01914Im Tiergarten bin ich neugierig und spähe durch den Zaun um zu sehen, was auf dem ehemaligen Gelände von Blumen-Pit passiert ist, das nun wieder (?) zum Weingut von Nell gehört. Dabei stoße ich auf einen Pfad, den ich bislang nicht kannte. Also hinauf … bis zur Wiese unterhalb von Mariahof.

10-DSC01915Ein prächtiger Fuchs schnüffelt neugierig vermutlich an Ausgängen von Mäuse- oder Maulwurfbauten. Leider kommt das Tele meiner kleinen Kamera hier an ihre Grenzen. Und als ich mich vorsichtig heranpirschen will, ist Rotbart schnell wieder im Unterholz verschwunden.

09-DSC01917Es geht also wieder hinunter in Tiergartental und weiter auf die Waldrunde. Zwei Joggerinnen plaudern fröhlich. Sie nehmen den gleichen Weg und lassen sich von dem freundlich grüßenden Wiedereinsteiger nicht stören, der sie nach vorherigem Anti-Erschreck-Ruf überholt.

08-DSC01920Auf dem Waldboden fühlt sich alles gut an. Keine Schmerrzen, kein Anflug davon. Schön ist das sehr schön! Der Weg hinauf nach Kernscheid. So vertraut. Die Beine fühlen sich gut an.

05-DSC01931Oben emfängt mich der Himmel über meinem Lieblingsbaum mit dramatischem Wolkenspiel. Auf dem Feldweg dokumentieren noch immer tiefe Reifenpfützen, dass es in den vergangenen Tagen viel geregnet hat.

03-DSC01939Das alte Fuhrwerk ist wie immer ein Foto wert. Ach ja, was macht der Fuß? Nichts! Die Achillessehne, war da nicht ein Zwicken? Jetzt ist aber gut!

02-DSC01945Zeckenalarm! Ich bin eindeutig zu wenig gelaufen in den vergangenen Wochen. Sonst wäre der Weg hinunter nach Olewig sicher nicht so zugewuchert. So nehme ich mir vor, später genauer zu schauen, dass sich keines der kleinen Biester an meine Beine geheftet hat.

Wie schön das ist! Ich kann fliegen! Lasse den Beinen freien Lauf. Wunderbar!!! Ungebremster Genuss auch auf dem Eselspfad hinunter zum Sportplatz. Von dort sind es nur 500 Meter bis Zuhause. Knapp 12 Kilometer in 70 Minuten. Viele Fotostopps – und auf der zweiten Hälfte purer Genuss. Wieder ein Lichtblick! Der Start beim Stadtlauf am kommenden Sonntag wird realistischer. Jetzt aber erst mal wieder zwei Tage Pause.

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Laufen, Sport, Training

Schwimmhäute

… wären mir am Donnerstag Abend bestimmt gewachsen, wenn ich nur ein wenig länger meiner Runden im Trierer Moselstadion gedreht hätte.

Strömender Regen hatte die lange Runde um die Sportplätze in eine Seenlandschaft verwandelt. Aber der harte Kern der TV-bewegt-Halbmarathongruppe hatte sich von den geöffneten Himmelsschleusen nicht abschrecken lassen und war zum Testlauf über zehn Kilometer angetreten. Für mich angesichts meiner Fußprobleme natürlich kein Tempo-, sondern ein Belastungstest. Während die Anderen also durch Regen und Pfützen stürmen, schlage ich  ein moderates Tempo an. Claudia, die am Wochenende eine Wettkampf läuft, leistet mir nette Gesellschaft. Wir unterhalten uns gut, wobei mein inneres Ohr immer in Richtung linker Fuß lauscht.

Das fühlt sich nicht richtig gut an. Schon nach drei Runden nimtm der Druck auf den Fußbogen zu. Zwei Runden später, nach 8 Kilometern, ist für mich Schluss. Kein Risiko eingehen. Zuhause dann kühlen und Voltarensalbe. … Heute Morgen: deutliche Störung, nicht wirklich Schmerzen. Aber Laufen wollte ich jetzt nicht. Sch … !!!!! Ich bin frustriert, werde es wohl doch mal mit Wickeln probieren.

Und wenn es dann nicht besser wird, muss sich das wohl doch mal ein Orthopäde ansehen … Laufpause ist wieder angesagt. Schönes Wochenende :mrgreen:

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