Fotolauf, Laufen

Im Frühtau …

Im Frühtau zu Berge wir zieh’n fallera … tirili tirilö …

DSC02061Dieses Volkslied kommt mir heute morgen in den Sinn bei der Runde über den Petrisberg. Seit Wochen erstmals wieder über die Trails … auf denen nun kniehoch das Gras gewachsen ist. Und da die Nachte an der Mosel noch immer recht kühl sind, sammelt sich an dem grünen Massenbewuchs reichlich Morgentau, der innerhalb kurzer Zeit zu nassen Füßen führt.

DSC02064Da ich mit hohem Gras gerechnet habe, zieren weiße Kompressionsstrümpfe meine Waden. Da lassen sich blutgierige Zecken sehr gut erkennen und entfernen. brennende Brennnesseln halten sie aber nur bedingt ab. Und so nutze ich auf einem Teil der Strecke einen Stock als Stumpfmachete, um die Nesseln zumindest einigermaßen von mir fern zu halten.

DSC02063Es ist dennoch ein prächtiger Lauf bei prächtigem Wetter. Die Kamera will angesichts solcher Bilder einfach nicht in der Gesäßtasche bleiben …

DSC02070 DSC02079 DSC02080 DSC02081 DSC02083 DSC02085 DSC02089Die Holzliegen locken. Leider keine Zeit. Ein arbeitsreicher Tag ruft.

 

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Laufen

Auf der Höhe

Nach einigen Wochen mit flachen Strecken und weniger Kilometern heute also wieder ein Longjog in profiliertem Gelände. Schließlich steht in einer Woche ein Freundschaftslauf mit Gästen aus allen möglichen Ecken Deutschlands und sogar Österreich an.

DSC01304Denen wollen wir natürlich auch etwas von der Stadt und unserer schönen Landschaft zeigen. Und das geht bekanntlich am Besten von oben.

DSC01302Heute also erst einmal auf dem Saar-Hunsrück-Steig bis nach Filsch. Die Apfelbäume blühen so herrlich auf den Wiesen. Es ist ein Traum. Auch die 600 Jahre alte Eiche bei Filsch treibt neu aus.

Über den Heidenkopf hinauf auf den Schellberg. Immerhin 425 Meter ist der hoch. Aber allzuviele Panoramafotos will ich heute nicht zeigen. Die Gäste sollen das schließlich mit eigenen Augen bewundern.

DSC01307Die schönen Schleife zum Aussichtpunkt über Ruwer ist ein Muss. Der Wald mit seinem frischen Grün lässt sich kaum beschreiben. Dass einige extrem tiefe Stellen auf dem Weg verdichtet worden sind, ist ein kleiner Service für unseren Lauf.

DSC01309Vor lauter Gequatsche mit Christoph, Marcel und Michael verpassen wir eine Abzweigung, so dass die lange Bergaufgerade noch länger wird. Dafür geht es zum Heidenkopf umso länger bergab. Chrsitoph und michael wollen nur 2 Stunden unterwegs sein. So nehmen wir den Weg an der Domäne Avelsbach vorbei hinauf nach Neu-Kürenz und über das Unigelände zum Geisberg, wo die beiden sich von Marcel und mir verabschieden.

DSC01310Wir bleiben auf der Höhe und nehmen den Petrisberg in voller Länge bis zum Aussichtpunkt in der Sickingenstraße ins Visier.

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DSC01314Spätestens jetzt wird klar, dass der Weg länger wird als gedacht. Denn statt der vermuteten 25 Kilometer stehen am Sportplatz Olewig 28 auf der Garmin.

DSC01315Leider fehlen noch 15 Minuten für die angepeilten drei Stunden heute. Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als noch eine kleine Waldrunde im Tiergartental zu drehen. Nochmal berauf, kleines Biest runter, kleines Bist hoch und wieder hinunter zum Sportplatz.

3:10 Stunden, 32 Kilometer, 600 Höhenmeter. Schwere Beine. Gutes Gefühl. Das ist die Bilanz am Ende. Aber das werde ich unseren Gästen sicher nicht zumuten abgesehen von dem guten Gefühl.

 

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Fotolauf, Laufen

Blütenträume

Nach zwei Tagen mit regnerischem und kühlem Wetter strahlt heute wieder die Sonne über der Mosel und ihren Nebentälern. Wegen der Sehnenprobleme war ich zwei Woche nicht mehr in den Weinbergen unterwegs. Was mich dort an vor Kraft strotzender Natur und Blütenpracht  erwartet hat, ist unbeschreiblich. Deshalb hat der elf Kilometer lange Morgenlauf etwas länger gedauert. Einen Teil der Ausbeute zeige ich hier.

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Möge die Solaranlage noch viel zu tun bekommen!

Die A-Sehne scheint sich wieder beruhigt zu haben. Ein beruhigendes Gefühl!

 

 

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13 – 22 – 19

Schwere Beine, Dauergrinsen und die Freude über einen Tag selbst verordnete Laufpause. So lässt sich in aller Kürze mein Gemütszustand beschreiben nach drei Laufeinheiten in zwei Tagen. Meine Wochenilometerzahl liegt damit schon bei 74 – und wenn am Samstag wirklich nochmal 27 hinzukommen, werde ich wohl einen neuen persönlichen Rekord aufstellen.

13

Die Sonne strahlt an diesem Mittwochvormittag vom Himmel. Da steht außer Frage, dass nach einem Tag Sightseeing in Köln die Laufschuhe geschnürt sein wollen. Meine gelben Trabuco hatten sich so sehr über den Ausflug am Montag durch das Unterholz gefreut, dass sie fast automatisch wieder den Mattheiser Wald anpeilen.

01-DSC00903Da bis zum gemeinsamen Mittagessen mit der Familie nur 1,5 Stunden Zeit sind, verwerfe ich die Pläne für eine weite Runde über Konz-Roscheid und nehme am Weingut von Nell den Weg hoch in Richtung Heiligkreuz, am noch frostigen Anglerteich vorbei, weiter hinauf zum Hofgut Maria Hof.

02-DSC0090603-DSC00907Nach dem Hundesportplatz noch zwei Kilometer weiter und dann einen krassen Trail hinunter ins Goldkäulchen.

04-DSC0090805-DSC00911Zurück geht es diesmal nicht über die Kernscheider Höhe, sondern wieder hinunter in den Tiergarten, wo auf  Mountainbike-Fahrer zwei natürliche Wegesperren warten. Bitte nicht zu schnell also!

07-DSC0091508-DSC00916Ach ja, nach gefühlt Jahren laufe ich erstmals wieder zu Musik. Gar nicht so übel. Culcha Candela und die Fantastischen Vier sind meine Favoriten. Hip-Hop und deutscher Rap-Gesang. Das passt gut zum Laufen.

22

Meinem Schatz habe ich gerade angeboten, am späten Nachmittag nochmal eine ruhige Runde gemeinsam zu laufen, als Christoph anklopft. Ob ich nicht Lust habe, mit ihm vor dem Mittwochslauftreff ein Stündchen voranzustelllen und dann noch ganz ruhig mit der Gruppe zu laufen?

09-DSC00918Ja, wenn es nicht zu flott wird, höre ich mich sagen, obwohl ich schon ahne, dass das mit dem ruhigen Laufen nichts werden könnte. Und tatsächlich kommt es, wie es kommen muss: Herr Lauftreffleiter verschätzt sich bei der Runde über Tarforst, Avelertal – hier wird mit viel Aufwand der Aveler Bach renaturiert – und Kürenz erheblich. Ich gebe meine Bedenken nicht wirklich deutlich zur Kenntnis. Und schon werden die letzten fünf dieser zwölf statt zehn Kilometer zu einem Tempodauerlauf.

Dennoch ist die Lauftreffgruppe schon weg, als wir um zehn Minuten verspätet am Treffpunkt ankommen. Sie sind auf den Petrisberg gelaufen, wie ich später von meinem Schatz erfahre. Dumm nur, dass Christoph und ich den Trupp genau in der anderen Richtung vermuten, so dass wir bis zur Moselschleuse bei Konz laufen und am Fluss entlang zurück. 22,23 Kilometer sind es am Ende. Meine Beine, wer hat die einbetoniert?

19

Dass ich heute mit meinem Arbeitskollegen Oliver eine Verabredung hatte, ließ sich nur schwer ändern. Aber da sich auch Dominik angekündigt hatte, kam das eh nicht in Betracht. Bedingung: keine schnelles Tempo bitte.

10-DSC00919Um 9 Uhr kommt also mein junger Lauffreund den Berg heraufgespurtet. Er hat immerhin schon mehr als drei Kilometer hinter sich, bevor wir gemeinsam weiterlaufen. Wieder hinauf nach Tarforst. wo wir 30 Minuten später mit Oliver verabredet sind. Oberhalb vom Weingut Schleimer werden Weinberge mit neuer Erde planiert.

Vor allem die Hüftbeuger zwicken nach den hügeligen 35 Kilometern vom Vortag ordentlich. Aber sobald die Muskulatur warm ist, geht es erstaunlich gut.

12-DSC00924Oliver ist sofort auf dem Sprung, als wir bei ihm klingeln. An so einem sonnigen Morgen müssen wir einfach hinauf auf den Heidenkopf und weiterhoch zur Schell.

13-DSC00925Eine wie immer traumhafte Aussicht belohnt für die verbrannten Kalorien.

11-DSC0092114-DSC00935Das ist auch bei der ehemaligen Fluchtburg auf Naumett so, wo wir uns eine kleine Pause gönnen, um über Waldrach und das Ruwertal zu blicken.

15-DSC0093716-DSC00938Vor 14 Tagen lag hier im Schatten noch reichlich Schnee. Der bewaldete Hang, an dem wir nun entlanglaufen, hat den interessanten Namen Gotterberg. Die gefrorenen Pfützen und skurrile Eiszapfen dokumentieren die Kälte, die auch unsere Nasen am Laufen hält.

17-DSC00944Diese fünf Kilometer lange Runde bis zum Wegekreuz des Saar-Hunsrück-Steigs, die uns Birthe im Herbst gezeigt hat, ist längst eine meiner Lieblingsstrecken. Auch wenn hier ordentlich Höhenmeter zu bewältigen sind. Faszinierend, wenn auf der einen Seite des Weges lichtdurchfluteter Laubwald die Augen verwöhnt, auf der anderen Seite der dunkle Nadelwald den Tieren Zuflucht bietet.

19-DSC00946Oliver schlägt sich tapfer. Für ihn ist das sicher eine herausfordernde Routenwahl. So schlägt er vor, nun den direkten Weg hinunter nach Tarforst zu suchen. Auf diesem Verbindungsstück zum Wanderweg war ich noch nie. Es bietet eine prächtige Aussicht. Und im Wald hält sich der letzte Flecken Schnee des Winterfrühlings.

18-DSC00945Nachdem wir unseren durchschwitzten Trainingsanzugträger bei ihm Zuhause abgeliefert haben, suchen wir für den Rückweg den Trail, dessen Einstieg wir auf dem Hinweg entdeckt hatten. Ein steiler Weg an einer wunderbar grün leuchtenden Natursteinmauer entlang führt hinunter ins Tal. Jetzt noch ein Kilometer auf dem Radweg, dann ist auch diese 19 Kilometer lange Tour bewältigt.

20-DSC00949Jetzt ist aber genug. Morgen gönne ich mir definitiv eine Laufpause. Und dennoch: Es fühlt sich gut an 😉

 

 

 

 

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Es läuft noch

Ideale Bedingungen heute früh, um wieder in längere Distanzen zu starten. 20 Kilometer sollten es sein, so mein Vorsatz, mit dem ich mich kurz vor 8 Uhr bei -2 Grad zum Olewiger Sportplatz aufmache.

DSC00632Christoph, unser Lauftreffleiter, muss leider krankheitsbedingt passen. Aber Achim, Marcel und Rudi sind da. Großes Hallo. Vor allem mit Marcel, denn wir sind in diesem Jahr noch gar nicht gemeinsam gelaufen. Er ist voll im Training, aber auch Achim und Rudi haben nichts gegen den Vorschlag, auf die Höhe zu laufen, der Sonne entgegen.

DSC00637Vom „Tiefschnee“ am Mittwoch ist nicht mehr viel da. Vor lauter Gequassele mit Marcel – ja, er wird mit mir Mitte Juni den ersten offiziellen Ultra beim Eifel-Marathon in angriff nehmen – verpasse ich die moderate Aufstiegsvariante zum Heidkopf. So müssen wir also den steilen Tarforster Kreuzweg hinaufschnaufen. Ist aber gar nicht so schlimm wie befürchtet.

DSC00645Hier oben haben sich auf den Wegen noch große Schnee- und Eisplatten gehalten. Vorsicht ist also angesagt. Bei unserem moderaten Tempo kann aber eh nicht viel passieren.

DSC00640Über die Höhe und dann den wunderbaren Weitblick auf den Hunsrück genießen, bevor wieder Aufmerksamkeit gefragt ist. Denn auf der Abzweigung Richtung Fluchtburg liegt doch noch erstaunlich viel Schnee.

DSC00647So wird diese 5 Kilometer lange Schleife oberhalb des Ruwertals zu einem echten Winterlauf. Vor allem in den schattigen Waldpassagen ist der weiße Untergrund noch richtig weich und tief. Das geht mächtig in die Beine, macht aber rieig Spaß – zumindest mir.

DSC00653Grandios, wie leichtfüßig zwei Rehe vor uns über den Weg den Berg hinauf springen – federn wäre eigentich das bessere Wort. So leichtfüßig und sprunggewaltig müsste man sein …

DSC00648Am Einstieg zum Saar-Hunsrück-Steig-Abstieg ins Ruwertal spuckt uns der Wald wieder aus. Die Oberschenkel glühen, zumal gerade der letzte Kilometer bergauf durch den weitgehend ungespurten Schnee Kraft gekostet hat. Achim und Rudi kündigen auch deshalb an, sie würden nun gerne auf dem direkten Weg nach Hause laufen.

DSC00656Dagegen spricht nichts, zumal wir schon fast zwei Stunden unterwegs sind. Ich will aber Marcel nicht alleine auf den Weg nach Trier-Ost schicken, und sol begleite ich ihn noch auf den Petrisberg, nachdem sich Rudi und Achim an der Uni verabschiedet haben.

20 Kilometer haben wir jetzt schon auf der Uhr. Meine Beine signalisieren nun langsam, dass sie ihren letzten langen Lauf vor vier Wochen hatten. So ganz spurlos ging die lange Pause auch nicht an ihnen vorüber. Marcel dagegen ist wirklich fit und zeigt es mir auch am letzten Berg hinauf zum Panoramaweg Sickingenstraße.

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Am Ende der Wohnbebauung verabschiede ich mich von Marcel und trabe über hier matschige Sonnenwege hinab ins Tal. Die Ration Rosinen tun vor den letzten beiden Kilometern gut.

DSC00665Noch ein Kilometer. Rums. Da mache ich mich lang. Ein umgebogener Drahthering am Rand des Weinbergswegs stellt mir ein Bein. Nichts passiert, aber Hose, Jacke und Handschuhe sind vom Schlamm, in dem ich gelandet bin, versaut. Da bekommt die Waschmaschine also etwas zu tun.

DSC00667Mit schweren Beinen ist nach 24 Kilometern das Ziel erreicht. Die Familie hat lange geschlafen und richtet gerade das Frühstück. Auch das passt also. Und danach noch shoppen in Trier. Ein neues Skateboard für den Jüngsten, der nun ein großes Board braucht. Und – auf Drängen meiner Liebsten – allerlei Frühlingsklamotten für mich. Für sie nicht ganz so viel. Um meinen Laufschuhdealer mache ich bewusst einen großen Bogen.  Die neuen Straßenschuhe müssen noch ein wenig warten …

Schmerzen? Nein. Nur schwere Beine. 😀

Zeit: 2:43:51
Zeit in Bewegung: 2:28:03
Elapsed Time: 2:43:51
Ø Pace: 6:48 min/km
Avg Moving Pace: 6:09 min/km
Beste Pace: 4:21 min/km
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Fotolauf, Laufen, Training

Auf der sonnigen Seite

DSC00618Nach dem Fehltritt am Mittwoch gestern eine Laufpause und heute der Test: Was macht das Fußgelenk? Gestern Abend war bereits kein Schmerz mehr zu spüren. Und … heute auch nicht.

DSC00620Der Plan, mal wieder zu den Mattheiser Weihern zu laufen änderte sich spontan beim Blick auf die sonnenüberfluteten Weinberge. Auf der sonnigen Seite des Olewiger Tals ist der Schnee bereits weitgehend getaut. Gefahr von verdeckten Stolperfallen droht dort also nicht. Und Matsch ist angesichts der knackigen Kälte von -8 Grad auch nicht zu befürchten.

DSC00624Dennoch nehme ich hinauf auf den Petrisberg die sichere Variante über zunächst befestigte Wege. Der Fuß macht keine Probleme, OP-Nachwehen gibt es beim Laufen inzwischen auch keine mehr.

DSC00625So wird es ein sonniger Wonnelauf, auf dem Weg zurück auch über unbefestigte und besonders schöne Trailabschnitte.

DSC00626Alles bereit also für den Samstag. Da steht erstmals seit dreieinhalb Wochen wieder ein Lauf über 10 mehr als 10 Kilometer auf dem Programm. Ich freu‘ mich d’rauf!

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